• juliafurdea

Meine fünf Tipps fürs Journaling

Jeder, der mir schon länger auf Instagram folgt weiß, ich LIEBE es meine Gedanken niederzuschreiben. Es hilft mir klarer und strukturierter zu denken und meine Emotionen besser zu verstehen. Hier sind meine fünf Lieblingsmethoden, um das meiste aus einer Journaling Session rauszuholen.


Jeder Mensch verarbeitet Ereignisse und Emotionen anders. Manche reden, andere denken drüber nach und ich schreibe gerne! Ich empfehle jedem den ich kenne diese Methode des Verarbeitens– weil ich an mir gemerkt habe, dass ich erst durch das Schreiben meine eigene Welt, Gefühle und Gedankenmuster verstehe und diese dann besser mit anderen kommunizieren kann. Und das Journaling hat auch viele Vorteile: die Kreativität bekommt einen Boost, die Kommunikationsfähigkeit wird verbessert, die emotionale Intelligenz wird erhöht und Stress kann reduziert werden.

Eines vorweg: Ich schreibe nicht regelmäßig, sondern dann, wenn ich es brauche. Manchmal schreibe ich für Wochen nicht, dann gibt es Zeiten, da habe ich das Verlangen jeden Tag meine Gedanken niederzuschreiben. Manchmal schreibe ich, wenn es mir nicht gut geht. Aber auch wenn ich ein High habe, schreibe ich um genau dieses Gefühl festzuhalten. Hier gilt: hör auf dein Bauchgefühl. Oder lege dir ein Ziel fest wie z.B. für einen Monat jeden Tag zu schreiben. Hauptsache du hast Spaß dabei und es fühlt sich gut an. Meine Lieblingsmethoden gibt’s hier, falls du mal ideenlos bist und eine Schreibblockade hast.

Einfach schreiben

Das mache ich ganz oft und es hilft in JEDER Situation. Doch es hilft besonders dann, wenn man eine Schreibblockade hat oder nicht weiß, welche Journaling Methode man gerade nehmen soll. So geht’s: einfach drauf los schreiben! That’s it :D

Stelle dir einen Timer von 5 bis 10 Minuten und schreib einfach drauf los. Alles was dir gerade einfällt und dir in den Fingern brennt schreibst du nieder. Meistens beginnt es bei mir so: „Ok, ich hab keine Ahnung was ich schreiben soll. Hab mir jetzt fünf Minuten gesetzt und schreib einfach drauf los. Wo mich das hinführen wird – keine Ahnung. Aber heute hab ich was erlebt – war interessant…..“. Diese Methode hilft mir, wenn ich gerade nicht weiter weiß und undefinierbare Emotionen fühle… So bin ich durch diese Methode schon oft auf Einblicke und Erkenntnisse gestoßen…

Dankbarkeitsliste schreiben

Es ist so leicht und kraftvoll! Es scheint oft wahnsinnig leicht, sich auf schlechte Dinge zu fokussieren. In diesem Negativ-Wald ist es oft dann schwer, positiv zu denken und die schönen Dinge anzuerkennen. Deshalb einfach mal hinsetzen und schreiben wofür du dankbar bist – das wird langfristig dein Denken ändern. Ich führe eine tägliche Dankbarkeitsliste mit 3 Dinge, für die ich dankbar bin, 3 Wünsche für den Tag und wie ich mich heute fühlen möchte. Dafür kann ich die App The Five Minute Journal sehr empfehlen. Doch manchmal setze ich mich auch hin und beschreibe alle Situationen und Menschen, für die ich dankbar bin. Danach hat man ein gefülltes Herz und ein Lächeln auf den Lippen.

Fragen beantworten

Sich selbst Fragen zu stellen, kann sehr hilfreich sein um sich besser kennenzulernen und weiterzuwachsen. Es gibt viele solcher Fragen, diese hier sind meine Lieblingsfragen, die ich mir immer wieder selber stelle. Es ist sehr spannend zu sehen, wie man sich selbst ständig ändert und andere Schwerpunkte setzt.

Wer bin ich wirklich?

Welche Masken setze ich in der Arbeit, Schule, im Freundeskreis auf?

Wer will ich sein?

Was würde ich gerne machen?

Und man kann auch Sätze vervollständigen wie z.B.: Ich schätze, dass….

5 Warums

Du hast ein Problem, doch dein Kopf dreht sich einfach im Kreis, keine Lösung ist in Sicht – kennt man oder? Da sind die fünf Warums eine großartige Methode, um sich auf die Lösung zu konzentrieren. Du beschreibst dein Problem z.B. Ich habe Hunger. Dann fragst du „Warum“? Die Antwort wird wohl sein „Weil ich nichts gegessen habe“. Dann stellst du wieder die Frage „Warum“… Du gehst immer tiefer ins Thema rein und bekommst Einblicke in deine unbewussten Handlungen und Denkmuster. Vielleicht kommst du nach dem fünften Warum drauf, dass du vielleicht nicht genug Nährstoffe zu dir nimmst, zu viel Zucker isst, oder die Regelmäßigkeit des Essens fehlt. Natürlich ist dieses Problem sehr banal, doch auch bei komplexen Themen kann es sehr erhellend sein.

Monatliche Check ups

Ein mir liebgewonnenes, monatliches Ritual ist bei mir das Neumondwünschen oder einfach Anfang des Monats ein Lebenscheck-Up zu machen. Und so geht’s: Ich beschreibe drei Situationen des letzten Monats, für die ich wirklich dankbar bin. Je genauer desto besser. Danach zähle ich fünf Menschen auf, für die ich im letzten Monat besonders dankbar war. Und dann geht’s zu den Zielen: welche drei Ziele habe ich für das neue Monat? Ich drücke die Ziele im Präsens aus, also so als würde ich es gerade erleben. Ich male mir aus, wie ich mich dabei fühle, danach schließe ich meine Augen und visualisiere meine drei Wünsche. Dieses Ritual gibt mir viel Ruhe aber auch Motivation und es bringt mir meine Ziele wieder näher.

Dann bleibt mir nur noch zu sagen: viel Spaß beim Journaling und Ausprobieren.

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