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Meine Morgenroutine

Aktualisiert: Juli 8

Wenn ich Menschen erzähle, wann ich denn aufstehe, fallen sie fast in Ohnmacht: um 2:30 läutet mein Wecker. Zugegeben: er läutet nur, wenn ich beim Frühstücksfernsehen "Café Puls" Dienst habe. Doch auch wenn ich verrate, wann mein Wecker an freien Tagen bzw. an "Nicht-Frühdienst-Tagen" läutet, ist die Reaktion meist nicht besser: 5 Uhr!



Woher die Idee?

Meine Morgenroutine leitet sich von einem Buch ab, welches ich gelesen habe: der 5 Uhr Club von Robin Sharma. Dieses Buch hat mich sehr inspiriert und motiviert, mehr aus meinem Morgen zu holen. Da ich für meinen Frühdienst sowieso früh aufstehe, wollte ich eine Lösung für die Wochen finden, in denen ich keine Frühdienst habe. In einer Woche um 2:30 aufstehen und in der anderen um 9 Uhr? Ich kam andauernd aus dem Rhythmus bzw. ich hatte keinen Rhythmus, und das wollte ich ändern. Ich stelle euch hier meine ganz persönliche Morgenroutine vor, ohne die ich echt nicht mehr will.


Der Schlaf

Bevor wir zum Aufstehen und der eigentlichen Routine kommen, möchte ich noch ein wichtiges Thema ansprechen: den Schlaf! Schlaf ist essentiell um leistungsfähig, konzentriert und erholt zu sein. Deshalb ist mir mein Schlaf auch sehr heilig. Ich schlafe um die acht Stunden, das bedeutet ich gehe zwischen 21 und 22 Uhr schlafen. Eine Frage, die ich im Zuge meines frühen Aufstehens auch noch bekomme ist, ob ich denn ein Mittagsschlaferl einlege. Die Antwort: Jein! Ab und zu ja und dann wieder auch nicht. Wichtig ist es auf den eigenen Körper zu hören.


Das Aufstehen

"Bist du nicht müde, wenn der Wecker um 5 Uhr läutet?", eine nicht sehr seltene Frage. Die Antwort lautet "Doch". Würde der Wecker jedoch um 8, 10 oder 12 läuten und mich aus dem Schlaf reissen, wäre ich auch müde. Die Uhrzeit spielt bei mir hier keine Rolle - in dem Moment, in dem der Wecker läutet ist die Versuchung liegen zu bleiben groß... IMMER :P

Es geht einfach darum, sofort aus den Federn zu springen.


Yoga

In den ersten 30 Minuten meiner Morgenroutine wecke ich meinen Körper sanft mit Yoga. Ich dehne und strecke mich, bewege meine Wirbelsäule mit speziellen Yoga-Asanas und dehne meine Hüften. Im Buch schreibt Sharma, man solle ein schweißtreibendes Workout machen. Nachdem ich das versucht habe, habe ich gemerkt, dass mir leichtes Yoga in der Früh mehr zuspricht. Probieren geht über Studieren.



Meditieren

Die ersten 30 min Yoga sind auch sehr wichtig für den nächsten Schritt: das Meditieren. Durch das Dehnen tu ich mir in der Meditation leichter beim Sitzen. Denn jetzt heißt es: für eine halbe Stunde mit geschlossenen Augen komplett ruhig residieren. Wenn man sich ansieht, wann zum Beispiel buddhistische Mönche aufstehen, versteht man die Magie des Morgens besser. Viele buddhistische (oder auch andere) Mönche stehen um 4 Uhr auf und meditieren. Denn zwischen 4 und 6 Uhr ist die Energie ganz anders. Die ersten Sonnenstrahlen lassen die Natur aufblühen. Die Vogelgesänge, die kühle Luft, die warme Sonne am Aufgehen... Während andere noch schlafen, erlebe ich dieses schöne Schauspiel.


Lernen

Nach dem ich etwas für meinen Körper (Yoga) und meinen Seele (Meditation) gemacht habe, folgt mein Kopf: 30 Minuten lange lerne ich etwas Neues. Ich lese ein Sachbuch über die Klimakrise, mache Onlinekurse über Selbstentwicklung oder lerne eine Sprache. Oft nimmt man sich doch vor, etwas neues zu lernen. Doch im alltäglichen Trubel geht das leicht unter. Mir passiert das nicht mehr, denn genau dafür ist meine Routine gut.


Und danach?

Ich habe schon Fragen erhalten, wie "Ja, und was machst du dann? Wenn du schon alles in der Früh erledigt hast, ist dir dann den restlichen Tag nicht langweilig?". Die Idee hinter dem "5 Uhr Club" ist, dass man sich zuerst um sich selbst kümmert. Egal was der Tag bringt, ich habe schon etwas für Körper, Geist und Seele gemacht. Das allerwichtigste, das man sich schenken kann, ist Zeit für sich selbst.

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