• juliafurdea

Wir sind das Klima!

Wir sind das Klima von Jonathan Safran Foer! Dieses Buch habe ich auf Natalie Portman's Instagramseite gesehen und da ich ein großer Fan von ihr bin (weil großartige Schauspielerin UND Klimaaktivistin), konnte ich nicht anders, als das Buch zu kaufen. Hier meine Rezension.


Der Inhalt

Jonathan Safran Foer schafft es, uns ein sehr komplexes und abstraktes Thema wie den Klimawandel nahe zu bringen und pocht auf die Dringlichkeit endlich zu handeln. Er gibt Fakten an, wie zum Beispiel „Der Scientific American schreibt: Den meisten Berichten zufolge setzt die Rodung tropischer Regenwälder mehr Co2 frei als alle Autos und Lastwagen der Welt zusammen.“ (Zitat aus dem Buch, Seite 108) Oder: „Wir wissen genau, dass wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen, solange wir die Nutztierhaltung nicht in den Griff bekommen“ (Zitat aus dem Buch, Seite 112). Er ist der starken Überzeugung, dass wir den Klimawandel jetzt sofort stoppen können. Und es ist sogar leichter als wir alle glauben.

Meine Meinung

Ich habe mich schon sehr stark mit dem Thema Klimawandel beschäftigt: Dokus gesehen, Artikel und Bücher gelesen, Ted Talks gebingewatched. Und ich dachte, dass mir dieses Buch neue und furchterregende Zahlen und Fakten geben wird. Hat es nicht! Das Buch ist großartig und toll für all jene, die sich noch nicht so eingelesen haben. Doch für mich waren die meisten Infos welche, die ich schon kannte und wusste. (Don’t get me wrong – es ist sehr wichtig, bestimmte Dinge immer wieder zu lesen). Statt trockene Theorien und Statistiken hat sich der Autor mehr mit der philosophischen Seite beschäftigt: „Wie können wir die Klimakrise trotz unseres Wissensstands zulassen? Wieso handeln wir nicht? Woher kommt diese Ohnmacht zu handeln?“. Und er bietet uns auch einen Lösungsansatz an, wie wir die Klimakrise stoppen können. Ich habe diesen Lösungsansatz in meinen Alltag integriert. Es ist absolut nicht schwer, ganz im Gegenteil: es macht sogar total Spaß sich mit der Ernährung zu befassen. Übrigens: ganz nebenbei können wir die Klimakrise und einige Leiden wie Hunger auf der Welt stoppen. Und man muss dafür nicht komplett vegan werden, nie mehr wieder fliegen und als Einsiedler im Wald leben. Die Lösung ist ganz einfach: Wie wärs, wenn wir nur zum Abendessen tierische Lebensmittel verspeisen und die anderen zwei Mahlzeiten des Tages pflanzenbasiert sind? Das finde ich an dem Buch so toll: der Autor Jonathan Foer sagt selbst, es fällt ihm manchmal schwer, auf Fleisch zu verzichten. Doch es muss nicht „Alles oder Nichts“ sein. Wieso können wir den mittleren Weg nicht auch akzeptieren?

Meine Bewertung

Für Neulinge auf diesem Gebiet und Menschen, denen es schwer fällt die Ernährung umzustellen: Top! Wenn man schon sehr tief in dem Thema steckt, bietet das Buch meiner Meinung nach keine brandneuen Inputs (wobei wieviele Fakten zur Klimakrise brauchen wir noch, bis wir endlich handeln?)

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